
Bei der Unterwasserfotografie mit dem Handy dreht sich alles um eine Frage: Wie zuverlässig sind wasserdichte Handytaschen und -hüllen wirklich? Sie bieten sicheren Schutz, sofern sie richtig verschlossen sind. Eine wasserdichte Handyhülle ist eine hervorragende Möglichkeit, um Unterwasserfotos aufzunehmen, aber der Schutz steht und fällt mit einer sorgfältigen Handhabung.
Schon ein Sandkorn am Rand oder unerwartete Kondensation können zu Undichtigkeiten führen. Wenn Sie den Verschluss vorab immer mit einem einfachen Papiertest überprüfen, vermeiden Sie Wasserschäden und können sich voll und ganz auf gelungene Aufnahmen konzentrieren. Eine Handschlaufe und weiteres Zubehör sorgen zudem dafür, dass Sie Ihr Handy im Wasser nicht verlieren.

Wie zuverlässig sind wasserdichte Handyhüllen und -beutel wirklich?
Bietet eine so dünne Plastikhülle tatsächlich ausreichend Sicherheit für Ihr teures Smartphone? Hersteller werben häufig mit einem IPX8-Schutz. Eine solche IP-Zertifizierung gibt Auskunft über die Wasserdichtigkeit: IPX8 oder IP68 ist für das dauerhafte Untertauchen innerhalb der vom Hersteller angegebenen Tiefe und Zeit ausgelegt. Überprüfen Sie zudem, ob der Beutel zur Größe Ihres Smartphones passt und ob er mit einer dünnen Handyhülle kompatibel ist. Das klingt beeindruckend, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass diese Zertifizierungen ausschließlich unter Laborbedingungen getestet werden. Die Hülle befindet sich dabei in einem Becken mit stehendem Wasser. Im Meer hingegen haben Sie es mit wilden Wellen, Strömungen und wechselndem Wasserdruck zu tun. Das belastet eine Abdichtung wesentlich stärker.
Das Kunststoffmaterial eines wasserdichten Handyhoesje reißt oder versagt äußerst selten spontan. Ein Leck entsteht in der Praxis fast immer durch einen kleinen Fehler beim Verschließen. Ein verirrtes Sandkorn, ein unbemerkter Fusselkorn oder eine Falte im Verschluss genügen bereits, um langsam Wasser eindringen zu lassen.
Ein wasserdichtes Handyhoesje mit IPX8- oder IP68-Schutz kann Ihr Smartphone bei kurzer Nutzung in flachem Gewässer trocken halten, sofern Sie die angegebene Tiefe und Zeit nicht überschreiten. Dennoch funktioniert eine solche Hülle nur, wenn Sie selbst äußerst achtsam vorgehen. Sie müssen den Verschlussstreifen vor jedem Schwimmgang gründlich überprüfen und säubern. Eine hastig oder nachlässig verschlossene Hülle kann undicht werden, ganz gleich, wie gut die Marke ist.
Für die Unterwasserfotografie in einem Schwimmbad oder beim Schnorcheln stellt ein zuvor getesteter Beutel eine sinnvolle zusätzliche Schutzschicht dar. Betrachten Sie ihn jedoch nicht als Versicherung: Hersteller erstatten Wasserschäden an Ihrem Smartphone in der Regel nicht, selbst dann nicht, wenn der Beutel als wasserdicht verkauft wurde.
Wenn Sie tiefer oder länger unter Wasser gehen möchten, sollten Sie einen universellen Beutel meiden. Ein spezifisches Unterwasserhuis für Smartphones ist auf einen höheren Wasserdruck ausgelegt und gilt in Tests als deutlich zuverlässiger, sofern Sie auch dort die Abdichtung sauber halten.
Was sind die größten Risiken für Undichtigkeiten und wie kann ich diese verhindern?
Ein einziges Haar oder ein kleines Sandkorn in der Abdichtung kann in der Praxis bereits ausreichen, um langsam Wasser durchzulassen. Sie beugen Problemen vor, indem Sie diese drei Aspekte sorgfältig beachten:
Überprüfen und reinigen Sie die Ränder sowie den Verschluss stets gründlich, bevor Sie die Hülle verschließen. Wischen Sie Sand, Sonnencreme und Staub umgehend ab. Schmutz und Sand im Verschluss sind eine häufige Ursache für Undichtigkeiten, selbst wenn die Hülle ansonsten unbeschädigt ist. Kontrollieren Sie außerdem, ob die Ränder Risse, weiße Stresslinien oder Abnutzungserscheinungen aufweisen; im Zweifelsfall sollten Sie die Hülle nicht mehr mit Ihrem Smartphone darin verwenden. Bei einer Hülle mit Klick- oder Ziplock-Verschluss prüfen Sie, ob jeder Verschluss gerade und vollständig geschlossen ist; eine doppelte Abdichtung gegen Auslaufen funktioniert nur dann, wenn beide Ränder sauber aufeinanderliegen.
Achten Sie auf Kondenswasser. Vermeiden Sie, dass sich Ihr Smartphone in der Sonne stark aufheizt, bevor Sie ins kühle Wasser gehen. Dieser Temperaturunterschied führt zu Wassertröpfchen an der Innenseite, die häufig fälschlicherweise für ein Leck gehalten werden. Legen Sie gegebenenfalls einen kleinen Beutel Silicagel zu Ihrem Smartphone in die Hülle, um diese Feuchtigkeit aufzunehmen. Lassen Sie die Hülle nach dem Gebrauch vollständig trocknen, bevor Sie sie verstauen, dies gilt auch nach der Verwendung in Salz- oder Chlorwasser. Spülen Sie die geschlossene Hülle zunächst mit klarem Wasser ab, trocknen Sie die Außenseite und öffnen Sie sie erst danach. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Salzkristalle oder Chlorreste an der Abdichtung entlanggelangen.
Befestigen Sie Ihr wasserdichtes Handyhoesje oder Unterwasserhuis stets an einer schwimmenden Handschlaufe. Der Auftrieb der Hülle oder der Handschlaufe verhindert, dass Ihr Gerät auf den Boden sinkt, falls es Ihnen während der Unterwasserfotografie versehentlich aus den Händen gleitet. Wählen Sie ein Band, das das Gewicht Ihres Smartphones samt Hülle zuverlässig an der Oberfläche hält; eine einfache Kordel verhindert das Absinken nicht.
Bis zu welcher Tiefe schützt ein wasserdichtes Hoesje mein Smartphone?
Sie tauchen zum Grund des Pools ab, um ein Foto zu machen. In zwei Metern Tiefe ist der Wasserdruck auf den Kunststoff deutlich höher als an der Oberfläche. Nicht jedes wasserdichte Handyhoesje hält dem stand. Ein spritzwassergeschütztes Modell (wie IPX4) übersteht zwar einen Regenschauer, für echte Unterwasserfotografie sollten Sie jedoch eine Hülle mit IPX8-Schutz oder IP68 wählen – und das innerhalb der vom Hersteller genannten Tiefen- und Zeitgrenzen.
Zertifizierung |
Schutz |
Tiefe und Zeit |
Ideal für |
|---|---|---|---|
IPX4 |
Spritzwassergeschützt |
Kein Eintauchen |
Regen, Spritzwasser |
IPX7 |
Zeitweise wasserdicht |
1 Meter (maximal 30 Minuten) |
Kurzer Sturz ins Wasser |
IPX8 / IP68 |
Unter Laborbedingungen auf Wasserdichtigkeit getestet; Tiefe und Dauer werden vom Hersteller festgelegt |
1,5 bis 2 Meter (oft max. 30 Min.) |
Schnorcheln, Schwimmbad, Strand |
Bei größeren Wassertiefen wird die Bedienung des Touchscreens deutlich schwieriger: Der Wasserdruck auf Hülle und Display macht das Wischen und Tippen unzuverlässig. Bereiten Sie die Kamera-App daher bereits über Wasser vor.
Die meisten universellen wasserdichten Beutel fallen in diese höchste Kategorie. Sie eignen sich perfekt zum Schnorcheln oder Schwimmen in einer Tiefe von 0,5 bis 2 Metern. Bleiben Sie stets innerhalb dieser Sicherheitsgrenzen. Überschreiten Sie niemals die maximale Tiefe sowie das Zeitlimit des Herstellers, welches in der Regel bei höchstens 30 Minuten liegt. Wenn Sie tiefer tauchen oder länger im Wasser bleiben, wird der Wasserdruck zu hoch und die Feuchtigkeit drückt sich schließlich doch am Verschluss vorbei.
Beliebte wasserdichte Handyhüllen
Wie teste ich vor der Verwendung, ob meine wasserdichte Hülle dicht ist?
Führen Sie vor dem Gebrauch den Papiertest durch: Testen Sie jede wasserdichte Hülle gründlich mit einem Stück Küchentpapier, bevor Sie Ihr Smartphone mit ins Wasser nehmen. Wiederholen Sie diesen Test nach längerer Lagerung, intensivem Gebrauch oder einem Urlaub mit viel Salzwasser und Chlor.
Material überprüfen: Führen Sie zunächst eine Sichtprüfung der Ränder, Nähte und des Kunststoffs durch, um kleine Risse auszuschließen.
Mit Papier füllen: Legen Sie ein trockenes Stück Küchenpapier oder ein Papiertaschentuch in den Beutel und verschließen Sie diesen exakt nach den Anweisungen auf der Verpackung.
Verschluss kontrollieren: Stellen Sie sicher, dass sich keine Haare, Sandkörner, Staubpartikel oder Knicke im Verschluss befinden. Reinigen Sie die Ränder mit einem weichen Tuch, bevor Sie die Hülle schließen.
Untertauchen: Tauchen Sie die Hülle für 30 Minuten vollständig in einen Eimer oder ein Waschbecken ein. Beschweren Sie den Beutel gegebenenfalls mit einem schweren Gegenstand, damit er nicht an die Oberfläche treibt.
Bewegen Sie die Hülle während des Tests einige Male vorsichtig hin und her. Auf diese Weise testen Sie den Verschluss weniger statisch, als wenn der Beutel nur flach auf dem Boden liegt.
Ergebnis überprüfen: Trocknen Sie die Außenseite gründlich ab, öffnen Sie den Verschluss und fühlen Sie am Papier nach. Überprüfen Sie, ob es absolut hundertprozentig trocken geblieben ist. Verwenden Sie die Hülle keinesfalls bei der geringsten Feuchtigkeit.

Wie mache ich Unterwasserfotos mit meinem Handy?
Sobald dein Smartphone unter Wasser gerät, reagiert das Touchscreen oft schlecht oder gar nicht auf Wischgesten. Der Wasserdruck und die elektrische Leitfähigkeit des Wassers sorgen nämlich dafür, dass ein kapazitives Display unter Wasser kaum oder gar nicht auf Eingaben reagiert. Verlasse dich also nicht auf ein bedienbares Touchscreen unter Wasser. Auch das Entsperren per Fingerabdruck funktioniert durch Folie oft nicht. Du musst die Bedienung also cleverer angehen.
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1
Begin mit einer trockenen Vorbereitung
Öffnen Sie die Kamera-App, während Sie noch an Land sind. Passen Sie die Bildschirmsperre direkt auf „Nie“ an. So verhindern Sie, dass der Bildschirm schwarz wird, genau dann, wenn Sie unter Wasser eine schöne Komposition sehen. Tun Sie dies, bevor Sie das Smartphone in die wasserdichte Handyhülle stecken; danach können Sie meistens nicht mehr problemlos durch Menüs tippen.
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2
Wählen Sie vorab Ihre Kameraeinstellungen
Entscheiden Sie sich am Strand bereits vorab, ob Sie filmen oder fotografieren möchten. Nutzen Sie den Serienbildmodus für gelungene Aufnahmen von bewegten Motiven. Unter Wasser lässt sich der Modus wegen des trägen Touchscreens nicht so einfach wechseln. Fixieren Sie zudem Fokus und Belichtung, falls Ihre Kamera-App diese Option bietet. Das verhindert, dass Ihr iPhone oder Samsung Galaxy ständig versucht, auf das Plastikfenster scharfzustellen.
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3
Mit der Lautstärketaste auslösen
Da das Tippen auf den digitalen Auslöser nicht funktioniert, nutzen Sie die Hardware Ihres Geräts. Verwenden Sie die physische Lautstärketaste Ihres Smartphones als Auslöser, um tatsächlich ein Foto aufzunehmen oder Ihre Videoaufnahme zu starten. Testen Sie dies zunächst ohne echte Aufnahme, während sich das Handy in der Hülle befindet. Einige Kamera-Apps reagieren unterschiedlich auf einen kurzen oder langen Druck.
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4
Halte dein Handy ruhig
Drücken Sie ruhig auf den Auslöser und halten Sie die Kamera nach dem Aufnehmen einen Moment lang still. Wasser bewegt sich immer mit, und ein Kamerafenster aus Kunststoff lässt Bewegungsunschärfe schneller sichtbar werden.
Wie sorge ich für scharfe Fotos durch ein Kunststofffenster hindurch?
Warum sind Ihre Unterwasserfoto's manchmal unscharf, selbst wenn die Einstellungen stimmen? Der Kunststoff eines wasserdichten Handyhoesje mindert die Schärfe häufig ein wenig. Wählen Sie deshalb einen wasserdichten Beutel mit einem klaren Kamerafenster, das frei vor der Linse sitzt. So bewahren Sie eine hohe Fotoqualität:
Das Material des Kamerafensters ist ausschlaggebend. Ein zerkratzter oder sehr dünner Beutel liefert sofort verschwommene Bilder.
Reinigen Sie das Fenster kurz vor dem Gang ins Wasser mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Fingerabdrücke, angetrocknetes Salz und Sonnencreme verursachen einen Schleier, den Sie erst später auf Ihren Fotos bemerken. Achten Sie zudem darauf, dass sich die Kamera exakt hinter dem transparenten Bereich befindet; ein verrutschter Beutel kann die Linse teilweise verdecken.
Fotografieren Sie stets mit der Sonne im Rücken. Unter Wasser gehen Farben und Licht extrem schnell verloren. Mit der Sonne im Rücken erzielen Sie eine deutlich bessere Ausleuchtung und verhindern störende Spiegelungen der Sonne im Plastik.
Gehen Sie nah an Ihr Motiv heran. Schwebeteilchen und trübes Wasser ruinieren ein Foto schneller, als man denkt. Halten Sie einen Abstand von etwa 30 bis 50 Zentimetern ein. So minimieren Sie den Einfluss des Wassers zwischen Ihrem Smartphone und dem, was Sie festhalten möchten.
Verzichten Sie am besten auf den digitalen Zoom. Gehen Sie stattdessen selbst näher heran und wählen Sie die Linse aus, die in der Hülle freie Sicht hat. Bei einem Poolfoto eines Schwimmers liefert das meist mehr Details als ein späterer starker Zuschnitt.
Achten Sie auf Kondenswasserbildung in der Hülle. Kommt Ihr Smartphone aus der heißen Sonne und Sie gehen direkt in das kalte Wasser, kann sich Feuchtigkeit an der Innenseite des Fensters niederschlagen. Bewahren Sie Ihr Smartphone vorab nicht in der direkten Sonne auf und trocknen Sie die Hülle von innen vollständig ab. Ein kleiner Beutel Silicagel kann helfen, Feuchtigkeit zu binden, verhindert Kondenswasser infolge eines großen Temperaturunterschieds jedoch nicht immer.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich am besten unter Wasser fotografieren?
Da die meisten Unterwasserfotos mit einem Smartphone in einer geringen Tiefe von 0,5 bis 2 Metern aufgenommen werden, kannst du das natürliche Licht optimal nutzen. Sorge für ausreichend Sonnenlicht und fotografiere in klarem und flachere Wasser. Schwimmt dein Motiv schnell vorbei? Verwende den Serienbildmodus für bewegte Fische oder Schwimmer, sodass du im Nachhinein das schärfste Bild auswählen kannst.
Wie kann ich mit meinem Handy unter Wasser filmen?
Starte die Videoaufnahme bereits über Wasser oder nutze die Lautstärketaste deines Handys, um die Aufnahme unter Wasser zu starten und zu stoppen. Sobald das Schutzetui unter Wasser getaucht wird, reagiert dein Touchscreen aufgrund des Wasserdrucks kaum oder gar nicht mehr. Über die physischen Tasten an der Seite deines Geräts behältst du dennoch die vollständige Kontrolle.
Worauf muss ich beim Kauf einer Unterwasserkamera oder einer wasserdichten Hülle achten?
Achte stets auf eine offizielle IPX8- oder IP68-Zertifizierung für garantierten Schutz bei längerem Untertauchen. Achte zudem auf das Material: Ein klares Sichtfenster für die Kamera ist unerlässlich, wenn Sie verwackelte Aufnahmen vermeiden möchten. Wählen Sie außerdem eine wasserdichte Handyhülle mit einem robusten Verschlussmechanismus ohne lose Teile. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Sand oder Schmutz die Abdichtung beschädigt.
Wasserdichte Taschen machen Unterwasserfotografie sehr zugänglich. Testen Sie diese vor jedem Sprung ins Wasser kurz mit einem trockenen Stück Papier und spülen Sie Salz- oder Chlorwasser nach dem Gebrauch immer gründlich ab. Entdecken Sie direkt das große Angebot an zuverlässigen wasserdichten Handyhüllen auf huellendirekt.de und bereiten Sie Ihr Smartphone sicher auf Ihren nächsten Strandurlaub vor.





